David Helbock playing John Williams

Der aus dem kleinen österreichischen Dorf Koblach stammende Pianist und Komponist David Helbock ist zweifellos auf dem internationalen Parkett bekannt. Er ist zweimaliger Preisträger beim weltweit größten Jazz-Piano-Solo-Wettbewerb des Jazzfestivals Montreux, bekam den Publikumspreis, begeisterte internationale Kritiker für seine CDs und bekam den wichtigsten Förderpreis des Bundes Österreich 2011 – den „Outstanding Artist Award“.


Helbock machte auf seiner Tournee am 07.11.2019 in Schulzendorf halt und zeigte dem erstaunten Publikum, dass man nicht nur die (gefühlt sämtlichen) Tasten des Flügels nutzen, sondern auch mit dem Rübergreifen (stehend oder sitzend, ob mit linker oder rechter Hand) auf die Saiten durch Zupfen oder Schlagen Klänge erzeugen kann, die wie aus einer anderen Welt stammen.


Das könnte auch so sein, denn er stellte an diesem Abend sein neues Album vor: „David Helbock playing john williams-piano Works XIV“: Hier verarbeitet er Themen aus der Filmmusik– wie z.B. „Star Wars“, „E.T.“ und „Superman“.


Melancholische, verträumte Melodien, ungewöhnliche Harmonien wechselten sich mit perlenden Läufen, schnellen Triolen, mitreißenden Synkopen, Quartfolgen, durchgehenden Basslinien, Kontrapunkten und Dreiklangsfolgen ab.


Können Sie sich vorstellen, wie eine angespielte Taste klingt, die aber durch die andere Hand auf der Saite abgedämpft oder wie ein langer Ton auf der Saite initiiert und dazu eine Melodie durch die andere Hand dazu auf den Tasten gespielt oder wenn durch Schlagen auf die Saiten ein unheimlicher Rhythmus zu einer Melodie erzeugt wird? Da ist alles an Vorstellungen möglich, ob man nun gerade die Musik aus „Schindlers Liste“, „Moonlight“ oder „Jurassic Park“ hört.


Wer an diesem Abend nicht da war, hat etwas verpasst, hat aber die Chance, David Helbock am 25.07.2020 mit seinen Musikerkollegen der Gruppe „Random Control“ beim Jazzsommer zu erleben.
Marlis Krägel