Das Ensemble Kasbek faszinierte die Konzertbesucher

Jiddische Lieder, russische und rumänische Weisen, Klezmer, Lieder der Roma gehören zum umfangreichen Repertoire des Ensembles.

Die sympathischen Musiker im Alter zwischen 53 und 69 Jahren begeisterten nicht das erste Mal die Zuhörer in der wiederum vollbesetzten Patronatskirche. Ihr jahrzehntelanges Wirken für ein Genre das vornehmlich im Ostjudentum seine Wurzel hat und durch die schrecklichen Ereignisse in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts seinem menschlichem Potential beraubt und fast ausgelöscht wurde, hat sie zu einer Musikformation reifen lassen, welcher höchste Anerkennung gebürt.

Mit exellenter musikalischer Meisterschaft vorgetragen, spürt der Zuhörer, dass die Künstler, von Beruf Arzt, Pfarrer, Architekt und Journalist, es verstehen, dem dieser Musik innewohnendem Lebensgefühl einen authentischen Ausdruck zu verleihen. Ihre Musik wirkte genau wie der Gesang, die Vortragsweise des erklärenden Textes, natürlich, schnörkellos und brauchte keine Aufmerksamkeit erheischende Effekte.

Wiederholten Beifall gab es auch für den Violonisten Frieder Breitkreuz, der das dominierende Melodieinstrument der Gruppe meisterhaft beherrschte.
„Kaspek“ der heilige, sagenumwobene Berg der Georgier war nicht nur Namensgeber des Ensembles, auch Max Beckmann nannte seine Katze und Pablo Picasso seinen Hund nach ihm, wie das „junge Talent“ der Gruppe Uwe Sauerwein scherzhaft zum Besten gab.

Die Zuhörer dankten mit lang anhaltendem Beifall. 2 Zugaben war der Dank der Künstler für die Sympathie des Publikums, unter dem sich diesmal wieder neue „Gesichter“ befanden, die sicher nicht zum letzten Male „Kultur vom Feinsten“ in der Patronatskirche erleben konnten.

Manfred Hentrich
Fotos: Manfred Hentrich

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