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Dieser 30 Grad heiße 19.05.2022 klang in der etwas kühleren Patronatskirche mit den vier Musikern der Gruppe Monsieur Pompadour wunderbar aus. Sie brachten den Gipsy Swing mit, der sich um 1930 in Paris mit dem legendären Jean „Django“ Reinhardt etablierte und auch heutzutage nicht mehr von den Konzertbühnen wegzudenken ist.

Charakteristisch ist die perkussive Gitarrenbegleitung, genannt „La Pomp“, mit der der Namensgeber der 2014 gegründeten Band Ernesto Pompadour den unnachahmlichen Swing Drive gab.


Der Belgier Florian von Fieling spielte auf seiner Gitarre dazu oft auch verjazzte Melodien, schön war aber auch sein Spiel auf der Mandoline, die als Melodie und auch Rhythmusinstrument eingesetzt wurde. Der Finne Anti Virtaranta zupfte seinen jazzigen Kontrabass, der aber auch mit dem Geigenbogen gestrichen pfiffig daherkam.


Der einmaligen amüsanten Spielweise der Band setzte der Ungare Ferenc Krisztián Hegedütok noch seine witzige Moderation hinzu, die das Publikum oft zu Lachsalven reizte. Er spielte nicht nur hervorragend seine Violine (mit Bogen oder auch gezupft), sondern auch „Diverses“ (Schellen, Singende Säge, singende Luftpumpe, Blasklavierchen), was zu stürmischem Applaus führte.


Eigentlich wird bei dieser Art von Swing Gesang selten eingesetzt. Bei dieser Band aber umgab die Zuschauer ein wunderschöner, dem Ohr schmeichelnder vierstimmiger Chorgesang, der die meist in französischer Sprache gesungenen Lieder wirkungsvoll mit dem „Django“-Swing verband.

Es ist schade für diejenigen, die an diesem Abend nicht dabei sein konnten.
Marlis Krägel

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