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Wer hätte gedacht, dass unser defektes Harmonium, das lange hinter dem Altar versteckt stand, einmal als Konzertinstrument fungieren könnte. Aber Dank der Familie Seifert, die es restaurieren ließ, war es nun schon zum 2. Mal Mittelpunkt eines Konzertes, mit dem der Kantor, Organist und Harmoniumspieler Matthias Müller aus Ostfriesland am 02.11.2025 die Konzertgäste beeindruckte.
Er konzertierte bereits weltweit u.a. mit den Pommerschen Philharmonikern, dem katalanischen Orchester, dem Orchester des baskischen Konservatoriums Bilbao und spezialisierte sich auf selten gespielte, zum Teil unveröffentlichte Orgel- und Harmoniumwerke, auch berühmter Komponisten wie z.B. Richard Wagner.
Aber die wahre Überraschung war in diesem Konzert die Celesta, die Victor Mustel aus Paris 1886 erfand, die bei der Weltausstellung in Paris 1889 zum 1. Mal präsentiert wurde und deren Mechanik sich grundlegend von einer Klaviertastatur unterscheidet, wovon sich die Gäste in der Pause überzeugen konnten, als sie schnell einmal repariert werden musste.
Sie ist eigentlich kein Solo- sondern ein Orchesterinstrument. Berühmte Komponisten (z.B. Bernstein, Britten, Debussy, Mahler, Ravel, Schostakowitsch, Strawinski) setzten sie in ihren Orchesterwerken ein.
Tschaikowski reiste eigens 1891 zu Mustel, begeisterte sich für die Celesta und komponierte für sie u.a. den Solopart im „Tanz der Zuckerfee“. Auch diese Melodie konnten wir von Matthias Müller hören, ebenso wie Williams Filmmusik aus Harry Potter (Hedwigs Theme). Als Zugabe sorgte er mit dem „Sandmännchenlied“ noch für einen Lacher.
Unser Harmonium hat auch in seinem 2. Konzert gezeigt, was ihn ihm steckt, auch im Vergleich zur Celesta, und was so ein hervorragender Harmoniumspieler wie Matthias Müller ihm entlocken kann.
Marlis Krägel