Ein Bösendorfer in Schulzendorf

Ein Bösendorfer in Schulzendorf

Die Gäste der gut gefüllten Patronatskirche erlebten an diesem 26.03.2022, wie romantisch ein Bösendorfer Flügel romantische Musik zum Klingen bringen kann. Genau dafür sei diese Klavierfirma bekannt, ließ uns der Pianist Richard Fischer wissen, dem dieser Flügel gehört. Er erzählte von seinem Traum, einen solchen Flügel zu besitzen, von seiner Berliner Mietwohnung, wo er nur die Nachbarn stören würde und von den bisherigen Standorten dieses besonderen Instruments.
Für ihn ist es genauso wie für die Gäste der Patronatskirche eine Win-win-Situation. Deshalb bedankte er sich noch einmal namentlich bei allen Personen, die ihm halfen, seinen Flügel mit Hilfe eines Leihvertrages mit der Gemeinde Schulzendorf den Konzerten in der Patronatskirche zur Verfügung zu stellen.
Richard Fischer kennt schon seit Jahren die Patronatskirche mit ihrem besonderen Flair, denn seine Klavierklasse stellt sich hier regelmäßig ihren Eltern und Besuchern vor. Einige seiner Schüler nehmen auch am Podium junger Künstler teil.
Richard Fischer gab selbst schon ein Konzert, bei dem auch polnische Senioren zuhörten und erfüllte deren Wunsch, in der Partnergemeinde Kargowa in einem Chopinkonzert 2021 aufzutreten.
Er hatte seinen Schüler Simon Rösler mitgebracht, der das Konzert mit Ravels „Jeux d’eau“ eröffnete und mit dem er ein kleines Interview führte, warum dieser als Abiturient so viel Zeit am Klavier verbringen würde. Simon antwortete mit den Schlagworten „Spaß, Abtauchen und Interesse auch an Hintergründen der klassischen Musik“.
Richard Fischer nutzte diese feierliche Stunde, um Simon seine Urkunde zu überreichen, die ihm mit einer hohen Punktzahl ein „sehr gut“ bei der Teilnahme am Schostakowitsch-Wettbewerb in Leipzig bestätigte.
An diesem Abend erklangen 11 Konzertetüden und 3 Nocturne von Frédérik Chopin und begeisterten das Publikum. Richard Fischer entließ sein Publikum mit dem Ohrwurm der Etüde E-Dur (Nr. 3, op. 10 und deren später untergelegten Worten „In mir klingt ein Lied“).
Viele der Gäste wünschten sich ein „Wiederhören“ mit diesem Pianisten und dem Klang des Bösendorfers an diesem besonderen Konzertort Patronatskirche.


Marlis Krägel

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