Artikel getaggt mit "Kultur in der Patronatskirche"

Kultur in der Patronatskirche – Dahme-River-Jazzband

Kultur in der Patronatskirche – Dahme-River-Jazzband

Ja, ja die Frauen – besonders Friederike wollte diese erste Veranstaltung der Kulturreihe Schulzendorf 2018 stören und atmete tief aus. Nur die begeisterten Dixieland-Fans konnten die Unwetterwarnungen nicht einschüchtern, zumal Schulzendorf und Umgebung nur etwas Regen und stärkeren Wind abbekam, was man auch spürte, wenn man seine Haustür öffnete. Und so konnten in der 249. Veranstaltung der Kulturreihe die Herren der Dahme-River- Jazzband mit Volker v. Nordenskjöld (tp, lead), Rolf v. Nordenskjöld (bars, ss, fl), Peter Ludewig (cl, ts), Stefan Katzenbeier (tb), Peter Blazeowsky (bj), Wolfgang Gubuisch (Bj), Mike Ulrich (dr) vor dem begeisterten Publikum loslegen. Seit fast 40 Jahren ist die Dahme River Band mit ihrer Mischung aus Dixieland und swingendem Mainstream (Musik, die stark vom Swing beeinflusste Form des modernen Jazz, die keinem Stilbereich eindeutig zuzuordnen ist) in Brandenburg und Berlin unterwegs. Rolf v. Nordenskjöld bereicherte das Programm mit aufregenden Arrangements, wobei die Erinnerung an die vergangene Weihnachtszeit mit „Kling Glöckchen, klingelingeling“ dem Publikum besonderen Spaß machte. Volker v. Nordenskjöld merkte bei einer seiner humorvollen Titelansagen plötzlich, das ja in diesem Konzert viele seiner eigenen Kompositionen mit dabei wären und erläuterte gern die Hintergründe dieser Titel. Aber auch die bekannten schönsten Dixieland – Titel (z.B. von Duke Ellington) waren mit dabei. Es war ein fröhlicher, humorvoller Auftakt des Kulturjahres 2018 in der Patronatskirche. Marlis Krägel Volker von Nordenskjöld führte durch das Programm. Rolf von Nordenskjöld Stefan Katzenbeier Mike Ulrich Wolfgang...

Mehr

Kultur in der Patronatskirche – Antje und Martin Schneider

Kultur in der Patronatskirche – Antje und Martin Schneider

„Den allerschönsten Apfel brach ich.“, so lautete die diesjährige Lesung von Antje und Martin Schneider. Alles in ihrem Vortrag bezog sich auf den Apfel, der ja vielerlei Bedeutung hat. Nicht nur als schmackhafter Vitaminspender, sondern ebenso als Mittel zum Zweck im Märchen oder als Verführungsobjekt im Paradies. Aber auch als Zeichen der Macht konnte der Apfel dienen.. Der Bogen war weit gespanntund die Zuhörer nahmen mit Schmunzeln die Geschichten zur Kenntnis. Musikalisch begleitet wurden beide von Angela Stoll am Klavier. Auch musikalisch wurde Vielfältiges geboten, von Schumann über Mozart bis Reger und nicht zu vergessen bis zu bekannten Volksliedern. Ein wunderbar aufeinander abgestimmtes und von allen gekonnt vorgetragenes Programm.   Antje und Martin Schneider Angela...

Mehr

Christopher Sayles spielt Ludwig van Beethoven

Christopher Sayles spielt Ludwig van Beethoven

Am 31.08.2017 war der Pianist Christopher Sayles in der Patronatskirche zu Gast. Schule und Studium absolvierte er in seinem Geburtsland England, wo er auch bereits den Robert Tebb-Preis und Michael Grady Preis erhielt, regelmäßig in ganz England Konzerte gab und 2009 zum Musikdirektor der United Reformed Church, Caterham, Surrey ernannt wurde. Doch wie er schmunzelnd dem Publikum gestand, verliebte er sich in eine deutsche Frau und zog mit ihr 2011 nach Schöneiche, wo er nun an den Musikschulen Schöneiche und Woltersdorf unterrichtet und rings um Berlin herum Konzerte gibt. Er hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Innerhalb von 5 Jahren möchte er alle 32 Sonaten Ludwig van Beethovens konzertreif spielen können. Nun, bis zur 15 Sonate hat er es bisher geschafft. Im Konzert erklangen die Sonaten 1 bis 3. Das Publikum war begeistert von seinem virtuosen Spiel und seinem Charme, über diese Sonaten und über Beethoven auch informativ zu plaudern. Wir wünschen ihm, dass er sein gestecktes Ziel erreicht und freuen uns auf ein Wiedersehen. Marlis...

Mehr

Improvisationskonzert – Dobrin Stanislawow

Improvisationskonzert – Dobrin Stanislawow

Nachdem sich Dobrin Stanislawow mit seiner rumänischen Panflöte durch die Zuschauerreihen auf die Bühne „gespielt“ hatte, bedankte er sich beim Publikum für ihr Interesse an seiner ungewöhnlichen Musik und empfahl, der Phantasie freien Lauf zu lassen, sich musikalisch in die Berge, Wüste und ans Wasser zu begeben. So spielte er auf der rumänischen, kolumbischen und thailändischen Panflöte, dem Didgeridoo, der Kalimba und setzte einen s.g. „Frosch“ und Ocean Drum für Rhythmus und Lautmalerei ein. Das Didgeridoo als traditionelles Musikinstrument der nordaustralischen Aborigines, gepaart mit seinem Nonverbalgesang und Obertongesang, untermalt mit Ocean Drum und Kalimba ließ die Zuhörer in eine andere Welt tauchen. Manchmal wurden sie auch wieder „zurück“ geholt, wenn er über einen Choral von Martin Luther oder „Der Mond ist aufgegangen“ improvisierte. Auch wurde der Wunsch eines Zuhörers erfüllt mit dem „Air“ von J. S. Bach auf der Panflöte. Neben den verträumten Klängen gab es aber auch eine Demonstration der für unsere Ohren ungewöhnlichen Rhythmen der ungeraden Taktarten (z.B. 7/8), die in den Tänzen und Liedern der rumänischen und bulgarischen Bergvölker beheimatet sind. Nebenbei lernten die Zuhörer auch, dass „phrygisch“ eine Kirchentonart ist, die einen „orientalischen“ Klang erzeugt. Ohne Zugabe und einen Lacher konnte dieser Abend nicht enden, denn aus dem Didgeridoo erklang „Schulzendorf“. Ein Improvisationskonzert ist einmal und nicht wiederholbar, trotzdem wünschten sich alle Zuhörer eine neue Begegnung mit dieser ungewöhnlichen Musik. Marlis...

Mehr

Kultur in der Patronatskirche – Konstanze John „Der Tonsetzer und Liederfürst Franz Schubert“

Kultur in der Patronatskirche – Konstanze John „Der Tonsetzer und Liederfürst Franz Schubert“

Es hat sich wohl herum gesprochen, dass die Konzerte von Konstanze John etwas Besonderes sind, hatte sie doch vor zwei Jahren die Herzen der Konzertbesucher mit ihrem Grieg-Programm erobert. Viele kamen, um ihr Programm „Musik im Kontext –Franz Schubert“ mitzuerleben und wurden nicht enttäuscht. Wieder einmal verstand sie es, uns den Komponisten mit seinem Werk nahe zu bringen, Akzente zu setzen, die die Konzertbesucher bestimmt lange in Erinnerung behalten werden. So konnten die Zuhörer den wunderbaren Scherzi, Ecossaisen, Impromptus und auch der kleinen A-Dur Sonate lauschen, die Schubert mit 22 Jahren schrieb und ein Meilenstein für ihn bedeutete. Beeindruckend war auch die Transkription von Franz Liszt, der von Schuberts Liedern sehr beeindruckt, manche von ihnen bearbeitete und die Melodiestimme mit der Begleitung zu einem eigenen Werk verschmolz. Das Publikum konnte „Gretchen am Spinnrade“ durch Konstanze Johns erläuternde Worte musikalisch gut nachvollziehen. Vor dem Spiel des Adantino, 2. Satz aus der A-Dur-Sonate, die er kurz vor seinem frühen Tod mit 31 Jahren schrieb, sagte Konstanze John „Ich habe heute diesen Satz ausgewählt, weil diese Musik das Unglaublichste ist, was Schubert je geschrieben hat. Er hat ein Tor aufgestoßen, durch das die späteren Romantiker gehen konnten.“ Uns ist an diesem Abend auch die Bedeutung von Freundschaften neu bewusst geworden, denn ohne seine Freunde wäre es Franz Schubert nie möglich gewesen, einer der ersten freischaffenden Musiker des 19. Jahrhunderts zu werden. Schade, dass er so früh sterben musste. Danke für den Abend und – wir freuen uns schon auf das nächste Konzert „Musik im Kontext“. Marlis...

Mehr