New Orleans traf Karibik

Am 2.Juli 2019 erlebten die begeisterten Besucher des Jazzsommers ein Konzert besonderer Art. Gregory Boyd nahm sie mit seiner wunderbaren Reggae-Stimme sowie seinen Steel-Drums und seinem umwerfenden Charm mit in die Karibik, denn von dort stammen auch die Steel Drums, die aus alten Benzinfässern die, von der US-Armee im 2. Weltkrieg hinterlassen, von den Ureinwohnern in Musikinstrumente umfunktioniert wurden.

Er lernte die Steel –Drums (auch Pans genannt) während seiner Militärzeit in der US Navy kennen und lieben und musste nur noch den New Orleans Jazzmix mit seinen Vorstellungen mischen.


Gregorys unvergleichlicher Sound riss alle vom 1. bis zum letzten Titel mit. Schon allein beim packenden Grundrhythmus der schnellen Titel konnte keiner still sitzen, aufgefordert sang und klatschte und tanzte das Publikum mit. Schuld daran waren aber auch in einem fantastisch guten Zusammenspiel seine Bandmusiker – Kay Lübke (Schlagzeug- ein alter Bekannter, denn er war schon mit Uli Gumpert und Rainer Schöne in der Patronatskirche), Roland Fidezius (Bass & Bassgitarre) und Rico Repotente (E-Gitarre). Wie üblich beim Jazz konnten sie auch in Soloparts ihr großes Können zeigen.


Die Abwechslung machte es, denn manchmal schwiegen die Begleitinstrumente und nur die Stimme war da, manchmal nur Steel-Drums und Stimme, manchmal nur …. ja, immer wieder anders. Immer wieder anders klangen auch die Steel-Drums, manchmal wie eine E-Gitarre, manchmal wie eine Elektronenorgel oder wie eine Marimba. Gregory spielte sie mit 4 Klöppeln, so dass manchmal sogar ein 4-stimmiger Satz zu hören war. Und das klang besonders schön bei den langsamen bluesartigen Stücken, fast Kuschelsongs, bei denen die Zuhörer eine Atempause einlegen konnten.


Als die Zuhörer schon nach dem 1. Titel so klatschten, als wäre das Konzert zu Ende und alle wollten eine Zugabe, begrüßte Gregory sie schmunzelnd mit „Tschüss“. Das wiederholte er bei besonders starkem Beifall und natürlich am Schluss nach der Zugabe „When The Saints Go Marching In“ glücklich schmunzelnd und so gingen dann auch die Besucher nach diesem fantastischen Konzert nach Hause.
Marlis Krägel