Ella Fitzgerald & Maria Kaulbarsch Quartett

Es hatte sich wohl herum gesprochen, dass dieses Konzert am 25.10.2019 etwas Besonderes werden könnte, denn es war ausverkauft. Marias Vorbild ist Ella, deshalb erzählte sie, wie Ella zum Singen kam (Harlem Amateurwettbewerb mit „Judy“), wer sie förderte (u.a. Chick Webb-Bigband, Norman Granz-Great American Songbook), welche großen Erfolge sie hatte (belohnt mit 14 Grammys) und welche Höhepunkte (ca.2000 Songs eingesungen, in 8 Filmen mitgewirkt, 40-45 Wochen im Jahr auf Tournee) und Tiefpunkte (Diabetes, Erblindung) ihr Leben hatte.

Das Konzert hatte von Anfang an eine Leichtigkeit, denn die Musizierfreude der Musiker Nicolas Hering (Klavier), Bastian Weinig (Kontrabass), Max Jentzen (sehr einfühlsames Schlagzeug) – alles Studienkameraden von Maria- schwappte gleich beim ersten Titel auf das Publikum über. Jeder hatte die Möglichkeit, in den Solos sein Können zu zeigen und bekam dafür vom Publikum auch immer Szenenapplaus.

Maria verstand es, die Lebensgeschichte Ellas interessant und spannend zu erzählen und dazu die passenden Songs brillant zu singen.

Sie erklärte uns dabei auch den Scatgesang „How High the Moon“, denn Ellas Markenzeichen war diese Gesangsart, die sie mitentwickelte und der sie zu Weltruhm verhalf. Scatgesang ist ein besonders in der Swing- und Bebop-Ära verbreiteter improvisierter Gesang von Silbenfolgen, der die Stimme als Instrument benutzt und wird heute noch im Jazzgesang eingesetzt. Das Publikum konnte am Ende auch scatten üben bei „Mack the Knife“.

Danke für diesen schönen Abend mit den wunderbaren Songs von Ella.

Marlis Krägel

Fotos: Gisela Michailov